Alle für die ClaimX Schnittstelle nötigen Daten und Definitionen sind in dem Paket CLAIMX zusammengefasst.
Alle für die ClaimX Schnittstelle nötigen Daten und Definitionen sind in dem Paket CLAIMX zusammengefasst.
Die ClaimX Schnittstelle benötigt eine DLE mit der Version 1.4.2 oder höher.
Zur Installation zuerst die DLE beenden, die gelieferte ClaimX ZIP Datei dann in das Verzeichnis install/updates kopieren und die DLE wieder starten. Beim Start der DLE wird das Paket automatisch installiert.
Eine spezielle Konfiguration ist für das ClaimX Paket nicht notwendig.
ClaimX ist eine On-Demand Lösung für die Bearbeitung von Schadensfällen. Um eine doppelte Erfassung der betroffenen Sendungsdaten im ClaimX System vermieden werden kann, gibt es in ClaimX die Möglichkeit, die Sendungsdaten über eine Schnittstelle vom Speditionssystem abzufragen.
Die geschieht über eine http Schnittstelle, diese sendet einen http Request mit den notwendigen Sendungsdaten (Sendungsnummer, Sendungsdatum etc.) an einen definierten Server. Dieser Server antwortet dann auf den Request mit einem definierten XML Dokument, in dem alle notwendigen Sendungsdaten enthalten sind.
Ab der Version 1.4.1 verfügt die DLE im DLE Server über einen eingebauten Webserver, mit dem sich diese Requests über einen Brick bearbeiten lassen.
Dazu wird ein Servlet benutzt, das einen Brick aufruft und das Brickergebnis als Antwort zurückgibt.
Das Servlet ist durch die Datei CLAIMX/web-apps/claimX/WEBI F/web.xml schon fertig konfiguriert.
In der Konfiguration ist festgelegt, wie das Servlet heißt und welcher Ordner mit welchen Parametern aufzurufen ist.
Das Servlet heißt orderInfo. Der Folder, der aufgerufen wird, heißt GeneralBricks im Paket CLAIMX.
Dabei wird das Feld BASE:Brickame mit dem Wert OrderInfo immer mit übergeben.
<servlet>
<servlet-name>orderInfo</servlet-name>
<servletclass>
at.visionflow.dle.server.webserver.DLECallFolderServlet
</servlet-class>
<init-param>
<param-name>folder</param-name>
<param-value>CLAIMX:GeneralBricks</param-value>
</init-param>
<init-param>
<param-name>BASE:BrickName</param-name>
<param-value>OrderInfo</param-value>
</init-param>
</servlet>
Das Servlet kann aufgerufen werden, wenn der integrierte Webserver läuft.
Dazu muss in den Server Property WebserverPort eine Portnummer für den Webserver angegeben werden.
Die URL lautet dann .
Es können zudem DLE Felder an das Servlet übergeben werden, als Parameter zu der URL, Beispiel:
Wird bei den Feldern kein Paketname vorangestellt, so werden diese dem Paket LOCAL zugeordnet. Im obigen Beispiel können also im Brick die drei übergeben Felder als LOCAL:sndnr, LOCAL:firma und LOCAL:datum verwendet werden.
Welche Felder übergeben werden, wird in der ClaimX Anwendung festgelegt. Das Servlet kann beliebige Felder verarbeiten. Sind diese nicht in den Metadaten definiert, wie im obigen Beispiel, müssen sie vor Verwendung im Editor als neues Feld hinzugefügt werden.
In der Servlet Konfiguration wurde festgelegt, welcher Folder mit welchen fixen Werten aufgerufen werden soll. Beim Servlet Aufruf selber können noch weitere Felder übergeben werden.
Mit der Installation des CLAIMX Pakets wurde auch eine entsprechende Folderstruktur mit einem Demobrick angelegt. Im Paket CLAIMX gibt es einen Folder GeneralBricks. Darunter gibt es eine Schlüsseldefinition nach Brickname, die ein Schlüsseldefinitionsattribut BASE:Brickame hat.
Zu dieser Schlüsseldefinition gibt es einen Schlüssel mit dem Wert OrderInfo.
Damit wird also beim Aufruf des Servlets der Brick unter diesem Schlüssel aufgerufen.
Wird der Brick beendet, gibt das Servlet den Inhalt des Ergebnisses an die aufrufende Seite zurück. Der Wert des Ergebnisses kann mit dem DLE Kommando Ergebnis gesetzt werden.
Allgemein können hier beliebige Daten zurückgegeben werden, im Falle der ClaimX Schnittstelle erwartet jedoch ClaimX eine XML Datei mit einer bestimmten Struktur.
Zur Struktur und Inhalt der XML Datei ist die Schnittstellenbeschreibung von ClaimX zu konsultieren.
Hier das Beispiel aus dem Demobrick:
<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<IMPORT Version="1.0">
<HEADER>
<DATE>/$jetzt_mit_Datum</DATE>
<SUBJECT>Sendungsdaten</SUBJECT>
<PROJECT>
<NAME>CLAIMX</NAME>
<INFO>SENDUNG</INFO>
<TYPE>REQUEST</TYPE>
<ID>/$sndnr</ID>
<DEPOT>/$firma</DEPOT>
</PROJECT>
<TO>
<IDENTITY>RISCLOG</IDENTITY>
<COMPANY>riscLOG Solutions GmbH</COMPANY>
</TO>
<FROM>
<IDENTITY>VISION-FLOW</IDENTITY>
<COMPANY>VISION-FLOW Software GmbH</COMPANY>
</FROM>
</HEADER>
<FIELDS>
</FIELDS>
<DOCUMENTS>
</DOCUMENTS>
</IMPORT>
Die gesamte ClaimX Webapplikation und damit auch der Aufruf des Servlets ist Kennwortgeschützt. Rechte auf Webapplikationen werden auf sogenannte Realms vergeben. Für die ClaimX Webapplikation wurde die Realm claimX definiert.
Die DLE setzt das Sicherheitskonzept von Webapplikationen mittels der eigenen Konzepte von Benutzer, benutzergruppen und Funktionsgruppen um. Der DLE SecurityService muss dabei nicht aktiviert sein, um eine
Webapplikation durch Kennworte zu schützen.
Jede Realm wird auf eine Funktionsgruppe gemappt. DLE Benutzer können zudem Benutzergruppen zugeordnet werden.
Schließlich werden Benutzergruppen Funktionsgruppen zugeordnet, damit haben die Benutzer einer Benutzergruppe entsprechend Rechte auf die Funktionen einer Funktionsgruppe.
Mit der Installation des ClaimX Pakets wurden die entsprechenden Stammdaten angelegt:
| Stammdate | Werte |
|---|---|
| Funktion | Name=orderInfo |
| Funktionsgruppe | Name=claimX, Funktion orderInfo zugeordnet |
| Benutzergruppe | Name=claimX |
| Benutzer | Name=claimx, Kennwort=claimxtest01, Benutzergruppe claimX zugeordnet |
| Rechte | Benutzergruppe claimX zur Funktionsgruppe claimX, alle Funktionen |
Das XML Dokument der ClaimX Schnittstelle erlaubt es optional weitere Dokumente mit einer Sendung zu verknüpfen. (Ablieferbelege etc.).
Dazu wird in dem XML Dokument die URL angegeben, unter der ClaimX das Dokument laden kann. ClaimX kopiert dann das Dokument, es könnte also theoretisch auf dem lokalen System nach dem Download gelöscht werden.
Um einen sicheren Download zu gewährleisten, mit der Möglichkeit die Datei nach dem Download automatisch zu löschen, verfügt die ClaimX Webapplikation über ein zweites Servlet mit dem Namen getFile.
Das Servlet erwartet ein Parameter name, das den Dateinamen angibt. Die Dateien müssen in dem Unterverzeichnis web-apps/claimX/download liegen. Dateien außerhalb dieses Verzeichnisses können nicht geladen werden.
Zwei weitere optionale Parameter steuern das Servlet. Wird das Parameter delete auf true gesetzt, so wird die Datei nach dem download gelöscht. Default ist false.
Mit dem Parameter type wird der Dateityp festgelegt. Default ist text/html.
Beispiel einer URL, wie sie im XML Dokument angegeben sein könnte:
Zu Dateitypen, siehe: http://de.selfhtml.org/diverses/mimetypen.htm