Der Brickeditor

Mit dem Editor werden alle Geschäftsregeln erfasst, kompiliert und als sogenannte Bricks in den Ordnern abgelegt. Die Geschäftsregeln werden durch Kommandos im Editor zusammengebaut, wobei eine intuitive Führung dafür sorgt, dass aus technischer Sicht keine Fehler entstehen können. Ein kompilierter Brick ist technisch immer lauffähig, für die beinhaltete Logik ist natürlich immer der Brickautor verantwortlich.

Im Brickeditor sind die folgenden vier Bereiche zu finden:

  • Links: Kommandoauswahl für einzufügende Kommandos
  • Rechts: Parametereditor für das aktuell ausgewählte Kommando
  • Unten: Dokumentation zum aktuellen ausgewählten Kommando
  • Mitte: Bearbeitungsbereich

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Brick-Editor zu öffnen:

Möglichkeit 1: Über das Kontextmenü

Bei angezeigten Schlüssel, beispielsweise im Paketexplorer, kann durch einen Rechtsklick auf den Schlüssel ein Kontextmenü geöffnet werden. Dort befindet sich die Schaltfläche "Brick editieren", mit welcher der Brick-Editor im rechten Bereich geöffnet wird. Dieser Brickeditor hat standardmäßig den normalen Bearbeitungsbereich geöffnet. Über die Leisten rechts, links und unterhalb des Bearbeitungsbereichs lassen sich der Parametereditor, die Kommandoauswahl und die Dokumentation öffnen.

Möglichkeit 2: Im Vollbild-Brick-Editor

Durch einen Doppelklick auf einen Schlüssel öffnet sich der Vollbild-Brick-Editor in einem neuen Tab im Browser. Dort sind im Gegensatz zum Editor die Parameterauswahl rechts, die Kommandoauswahl links und die Dokumentation unterhalb des Bearbeitungsbereichs bereits ausgeklappt. Hinweis: Das Verhalten bei einem Doppelklick kann unter "Benutzer > Einstellungen > DLE > IDE Einstellungen > Brickeditor Doppelklick" so verändert werden, dass der Brick-Editor im selben Fenster geöffnet wird (wie bei Möglichkeit 1).

Die Toolbar

Unter dem Titel befindet sich die Toolbar, die alle Funktionen des Editors präsentiert.

Funktionen die im aktuellen Kontext nicht zur Verfügung stehen, werden ausgegraut dargestellt und können nicht aufgerufen werden. Über die Toolbar lassen sich folgende Funktionen des Brick Editors aufrufen:

FunktionBeschreibung(Default-) Tastenkürzel
Brick SpeichernSpeichert den Brick und generiert den Code zum Ausführen des Bricks.Ctrl+S (-> Save)
Brick startenFührt den Brick aus. Wird dieser Button gedrückt, startet der Brick und das Symbol ändert sich auf „Brick stoppen“Ctrl+R (-> Run)
Brick stoppenNur während der Brickausführung sichtbar. Stoppt die Ausführung des aktuellen Bricks. Es erscheint ein Dialog, der den User um eine Bestätigung des Abbruchs bittet. Wird der Durchlauf abgebrochen, unterbricht der Brick mit einem Fehler und das Icon wird wieder zurückgesetzt
Brick downloaden (exportieren)Erlaubt es, einen Brick im Dateisystem als XML zu speichern.Ctrl+Alt+S (-> Alternative Save)
Brick hochladen (importieren)Erlaubt es, einen Brick zu öffnen, der im Dateisystem als XML abgelegt ist.Ctrl+O (-> Open)
Selektierte Kommandos exportierenZum exportieren und importieren einzelner Kommandos
Codevorlagen öffnenÖffnet das Codevorlagen-Fenster, von dem aus fertige Codevorlagen eingefügt und neue Codevorlagen erstellt werden können.
Neues KommandoFügt ein neues Kommando hinter der aktuell selektierten Zeile ein.Einfg
Kommando bearbeitenÖffnet den Parameter Editor für das selektierte Kommando.Strg+E
Kommando löschenLöscht die selektierten Kommandos.Entf
Kommando ausschneidenAnalog zu Kopieren und Löschen.Strg+X
Kommando kopierenKopiert die selektierten Kommandos in die Zwischenablage. Wenn Kommandos nicht kopiert werden können, erfolgt eine Warnmeldung. Die Kommandos, die kopiert werden konnten, sind aber im Zwischenspeicher.Strg+C
Kommando einfügenFügt die Kommandos aus der Zwischenablage hinter dem aktuell selektierten Kommando ein.Strg+V
Kommando duplizierenDupliziert das selektierte Kommando.Strg+D
Kommando aktivieren/deaktivierenDeaktivieren hat den gleichen Effekt wie das Verschieben eines Kommandos in einen Kommentar.
RückgängigNimmt die letzte durchgeführte Änderung zurück. Lässt sich bis zu 100-mal hintereinander ausführen.Ctrl+Z
WiederholenStellt die letzte zurückgenommene Aktion wieder her. Lässt sich ausführen, bis keine wiederherstellbaren Aktionen vorhanden sind.Ctrl+Y
SucheÖffnet eine Maske um Textstücke im Designer zu suchen.Ctrl+F (-> Find)
Springe zu ZeileÖffnet eine Maske um eine Zeilennummer des Designers einzugeben zu der hinge-sprungen werden soll.Ctrl+L (-> Line)
Zur Markierung springenZeigt Liste aller Unterroutinen an.
Alle auseinanderklappenZeigt alle Kommandos im Designer an (Expandiert alle Knoten)Ctrl+Alt+’+’
Alle zusammenklappenSchließt alle Kommandos (bis auf die erste Ebene) im Designer (Kollabiert alle Knoten).Ctrl+Alt+’-’
Server Refresh & Brick neu ladenLadet die Paketdaten neu (Metadaten …_DTA.xml, die Kommandos …_CMD.xml und die Übersetzungen ….properties) und aktualisiert die Anzeige
Umschalten zwischen Kurz-/Lang-/Technischen VariablennamenKurz: Übersetzter Variablenname ohne Paketname (z.B.: "$Web_Benutzer_angemeldet")
Lang: Übersetzter Variablenname mit Paketname (z.B.: "$WEB:Web_Benutzer_angemeldet")
Technisch: Variablenname mit Paketname, nicht übersetzt (z.B.: "$WEB:UserIsLoggedIn")
EinstellungenÖffnet ein Fenster in dem die lokalen Einstellungen des Editors geändert werden können.F7
Brickinformation anzeigenZeigt Informationen wie Historie und Eigenschaften des Bricks an.

Codevorlagen

Codevorlagen dienen zur einfachen Wiederverwendung von Teilen eines Bricks. Wenn z.B. ein Teil eines Bricks ein PDF um 90° dreht könnte dieser Teil als Codevorlage gespeichert werden, um so in allen zukünftigen Bricks zur Verfügung zu stehen. 

Das Codevorlagen-Fenster wird über die Codevorlagen-Schaltfläche geöffnet (siehe Erklärung der Schaltflächen oben). Das Verwenden einer bereits erstellten Codevorlage geschieht durch einen Linksklick auf die Vorlage und das Drücken des "Einfügen"-Knopfs.

Zum Einfügen einer Codevorlage werden die gewünschten Kommandos markiert (mehrere markieren durch shift + Linksklick) und anschließend das Codevorlagen-Fenster geöffnet. Mit dem "+"-Symbol werden die selektierten Kommandos in einer Codevorlage gespeichert. Dann muss das Paket ausgewählt werden, in dem die Vorlage gespeichert werden soll. Es wird außerdem empfohlen, der Vorlage noch einen Namen und eine Beschreibung zu geben. 

Die weiteren Schaltflächen stellen Funktionen zum Aktualisieren der Liste an Codevorlagen und dem Löschen Editieren einzelner Codevorlagen bereit.

Der Bearbeitungsbereich

Den größten Bereich des Editors nimmt der Bearbeitungsbereich ein. Hier wird die Bricklogik in sogenannten Kommandos dargestellt.
Die einzelnen Kommandos können hier bearbeitet, eingefügt, gelöscht, kopiert und ausgeschnitten werden.
Die Darstellung erfolgt in einem Baum, um die Strukturierung der Kommandos wiederzugeben. Es gibt sogenannte Zeilen- und Blockkommandos. Zeilenkommandos bestehen nur aus einer Zeile, Blockkommandos bilden einen Block, oder Rahmen, der weitere Kommandos aufnehmen kann. Diese Rahmen sind die Knoten eines Baumes, die einzeln auf- und zugeklappt werden können:

Es können auch mehrere Kommandos selektiert und dann ausgeschnitten, kopiert, gelöscht oder dupliziert werden. Mit gedrückter STRG Taste lassen sich mit der Maus mehrere Zeilen selektieren. Mit gedrückter Umschalttaste lassen sich ganze Bereiche (von letzter Selektion bis zu aktuellen) markieren.
Durch ein Doppelklick auf eine Zeile öffnet sich der Parametereditor für das entsprechende Kommando. Im Vollbild-Editor können die Parameter alternativ auch im rechten Bereich editiert werden.
Mit der rechten Maustaste auf einem Kommando öffnet sich das Kontextmenü, über das verschiedene Bearbeitungsfunktionen aufgerufen werden können.

Das Symbol vor dem Menüeintrag zeigt den korrespondierenden Schaltknopf aus der Toolbar, mit der die Funktion auch aufgerufen werden kann. Hinter dem Menüeintrag ist die Tastaturkombination dargestellt, mit der die jeweilige Funktion direkt über die Tastatur aufgerufen werden kann.
Funktionen, die im aktuellen Kontext nicht verfügbar sind, sind ausgegraut dargestellt.

Neues Kommando einfügen

Neue Kommandos werden immer hinter dem aktuell selektierten Kommando eingefügt. Nach Auswahl der Funktion wird eine Nachschlagetabelle mit allen verfügbaren Kommandos geöffnet.

Links sind die Namen der Kommandos dargestellt und rechts die zugehörigen Paketnamen. Welche Pakete zur Auswahl stehen, kann über die DLE Session Konfiguration mit einem Parameter eingestellt werden:

<Property name="ListOfPackages" value="BASE;DPE;DLE;DCE"/>

Eine durch Semikolon getrennte Liste von Paketnamen gibt hier an, welche Kommandos und welche Felder aus welchen Paketen im Editor zur Verfügung stehen.
Die Kommandoliste kann wie eine normale Nachschlagetabelle bearbeitet werden. Oben befindet sich ein Eingabefeld, durch welches die Liste gefiltert werden kann. Die üblichsten Kommandos werden dabei ganz oben dargestellt, optisch durch eine Leerzeile getrennt.
Diese Leerzeile ist übrigens auch ein Kommando, das ganz normal eingefügt werden kann.
Hat man ein Kommando ausgewählt, kann dieses durch ENTER oder den OK Knopf übernommen werden. Danach öffnet sich dass Editierfenster für das Kommando, indem die möglichen Parameter eines Kommandos eingegeben werden. Dieses Fenster öffnet sich auch beim Bearbeiten eines Kommandos.

Der Parametereditor

Jedes Kommando verfügt (optional) über ein oder mehr Parameter. Diese werden normalerweise über einen allgemeinen Parametereditor bearbeitet. Einzelne Kommandos können jedoch auch ganz eigene Editoren haben, dies ist aber die Ausnahme.

Im Titel des Editors ist der Name des Kommandos dargestellt. Darunter befinden sich die einzelnen Parameter des Kommandos mit den dazugehörigen Eingabefeldern. Gelb hinterlegte und zusätzlich mit einem -Symbol versehene Eingabefelder sind Pflichtfelder und müssen befüllt werden. Im Parametereditor sind einige Symbole mit folgenden Bedeutungen zu finden:

SymbolBeschreibung
Feldauswahl. Durch einen Klick auf dieses Symbol öffnet sich der Variablenpicker.
Wert wählen. Durch einen Klick auf dieses Symbol öffnet sich ein Auswahlfenster für gültige Werte für dieses Feld. Dieses Symbol sollte so oft wie möglich verwendet werden, um ungültige Werte und dadurch entstehende Fehler zu vermeiden.
Öffnet den Datepicker, mit dem ein Datum ausgewählt werden kann.
Parameter erforderlich. Bei diesem Feld handelt es sich um ein Pflichtfeld.

Feldauswahl

Felder innerhalb der DLE sind Variablen und Attribute. Variable halten einzelne Werte, Attribute sind die Werte einzelner Tabellenzeilen. Dabei muss es sich nicht zwingend um Datenbanktabellen handeln.
Die Werte für Felder sind jeweils nur für einen Brickaufruf gültig. Wenn die Werte nicht in die Datenbank gespeichert werden, sind diese bei dem nächsten Brickaufruf nicht mehr vorhanden.
Variablen und Tabellen werden für ein Paket in den Metadaten definiert. Welche Möglichkeiten dort bestehen, ist detailliert im technischen Handbuch beschrieben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, neue Variable mit lokalen oder globalen Geltungsbereich über den Feldauswahldialog im Brickeditor anzulegen.
Die Namen der so definierten Variablen sind aber nur in dem Brick in der Feldliste aufgeführt, in dem sie auch definiert wurden.
Definitionen in den Metadaten haben den Vorteil, dass sie an jeder Stelle auswählbar sind, ohne eine Neudefinition im jeweiligen Brick.
Um ein Feld an einer bestimmten Stelle im Parameter einzugeben, ist einfach der Feldeditor über F5, oder, allgemein üblicher, über das Dollar Zeichen ($) aufzurufen.

Hier werden alle definierten Variablen und Attribute angezeigt. Mit der Textsuche kann die Auswahl eingeschränkt werden. Dann werden nur Felder angezeigt, in denen der eingegebene Suchbegriff vorkommt. Groß- und Kleinschrift spielen dabei keine Rolle, diese wird bei der Suche ignoriert. Wenn man mit der Maus über einen Feldnahmen fährt erscheint ein Popup mit Details der Felddefinition wie z.B. Datentyp und interner Name.

Editor Filter

Der Editor Filter arbeitet ähnlich dem Metadatenfilter. Hier kann jedoch der Benutzer selber eigene Filter definieren und auswählen. In der Feldauswahl befindet sich unter dem Suchfeld und Toolbar eine Filterleiste:

Die Checkbox steuert, ob der Filter aktiv ist. Das Auswahlfeld dient zur Auswahl des aktiven Filters und der Knopf Filterdefinition springt in die Definitionsmaske.

Ist ein Filter aktiv, werden nur die Felder angezeigt, die der Filterdefinition entsprechen. Damit lassen sich für bestimmte Aufgabenbereiche die Anzahl der angezeigten Felder einschränken. Das macht die Feldauswahl schneller und übersichtlicher, insbesondere wenn man viele Felddefinitionen in den Metadaten hat.

Wechselt man den Filter wird automatisch die Feldliste aktualisiert.

Die Filterdefinition erfolgt über die Filterdefinitionsmaske:

Über das Auswahlfeld kann ein bestehender Filter ausgewählt werden. Im Feld Filtername kann ein neuer Filtername angegeben werden, oder der bestehende geändert werden.

In der Feldauswahl können einzelne Felder oder ganze Pakete/Datenobjekte ausgewählt werden. Nur die ausgewählten Felder und Objekte erscheinen dann in der Feldauswahl, wenn dieser Filter ausgewählt ist.

In der Liste "Standard Filter" wird eine Liste von vordefinierten Filtern angezeigt. Diese werden durch das jeweilige DLE Paket bereitgestellt. Durch eine Auswahl des vordefinierten Filters und drücken des Pfeil-Icons in der Mitte werden die Filterdefinitionen in die eigene aktuelle Filterdefinition übernommen. Die Definitionen werden dabei kopiert. Eine spätere Änderung der Standard Filter wirkt sich nicht auf die eigenene Filterdefinition aus.

In der Toolbar hat man die üblichen Bearbeitungsmöglichkeiten.

Filterdefinitionen können gespeichert, gelöscht und dupliziert werden. Zudem können die Definitionen exportiert (download) und importiert (upload) werden. Damit lassen sich Filter auch untereinander im XML Format austauschen.

Zudem lassen sich im Baum alle Elemente markieren/demarkieren und auf- bzw. zuklappen.

Um alle Variablen, die ja nicht einem Objekt zugeordnet sind zu sammeln gibt es ein virtuelles Objekt mit dem Namen „Felder“. Hier sind pro Paket die definierten Variablen zusammengefasst.
Für im Brick definierte Variablen gibt es zwei spezielle, interne Pakete. Die Pakete Global (GLOBAL) und Lokal (LOCAL). Felder, die global definiert wurden, sind über den Brick hinaus gültig. Auf deren Werte kann z.B. in Bricks zugegriffen werden, die von einem anderen Brick aufgerufen wurden. Lokale Felder sind nur innerhalb des Bricks gültig.

Felder formatieren

Sobald ein Feld ausgewählt wurde kann durch einen Rechtsklick auf den Namen auf die Feldformatierung und Feldinformationen zugegriffen werden.

Die Schaltfläche „Leerfelder erlaubt“ steuert die Leerfeldprüfung, wenn diese eingeschaltet ist. Die Leerfeldprüfung kann in der DLE Session Konfiguration über den Parameter AskForEmptyValues (True oder False) ein- oder ausgeschaltet werden. Ist sie eingeschaltet, wird bei jedem Zugriff auf einen Wert geprüft, ob Leerfelder erlaubt sind. Sind diese nicht erlaubt und der Wert ist leer, wird ein Dialog gestartet, der eine Benutzereingabe des Wertes zur Laufzeit verlangt.
Die Schaltfläche „Feldwert formatieren“ schaltet die darunter liegenden Formatierungsanweisungen frei.
Eine minimale und maximale Länge erlaubt es, die Länge des Wertes zu begrenzen. Das Füllzeichen wird verwendet, um die minimale Länge aufzufüllen, falls der Wert nicht die minimale Länge hat.
Die Schaltfläche „Rechtsbündig“ formatiert den Wert rechtsbündig.
Mit der Kategorie kann eine Formatierungskategorie gewählt werden. Kategorien sind Nummern oder Datumsformate.
Im Feld „Formate“ kann aus einer Liste vordefinierter Formate gewählt werden, oder ein freies Format angegeben werden. Die Vordefinierten Formate können über die Eigenschaften des Brickeditors bearbeitet werden.
Die für die Formatmuster gültigen Zeichen sind:

ZeichenKomponenteBeispiel
GEpocheAD
yJahr1996; 96
MMonat im JahrJuli; Jul; 07
wWoche im Jahr27
WWoche im Monat2
DTag im Jahr189
dTag im Monat10
FWochentag im Monat2
ETag der WocheDienstag; Die
aAM/PMPM
HStunde des Tags (0-23)0
kStunde des Tags (1-24)24
KStunde in AM/PM (0-11)0
hStunde in AM/PM (1-12)12
mMinute der Stunde30
sSekunde der Minute55
SMillisekunde978
zZeitzonePacific Standard Time; PST; GMT-08:00
ZZeitzone nach RFC 822-0800
UXTUnix-Zeitstempel (Millisekunden)1661348122584
ZeichenKomponenteBeispiel
0Ziffer, fehlende durch 0 ersetzen#,###.00
#Ziffer, fehlende nicht ersetzen#,###.##
.Dezimaltrennzeichen#.00
,Tausendertrennung#,###,###.00
EWissenschaftliche Notation, Mantisse und Exponent trennen.0.###E0
ZeichenBeschreibungBeispiel
jjJahr, zweistellig12
jjjjJahr, vierstellig2012
MMonat, ohne führende 05
MMMonat, mit führender 005
MMMMonat, alphanummerisch, abgekürztSep
MMMMMonat, alphanummerischSeptember
wWoche des Jahres, ohne führende 02
wwWoche des Jahres, mit führender 002
TTag des Jahres, ohne führende 07
TTTTag des Jahres, mit führender 0007
FTag der Woche, ohne führende 0 (Do = 1, Fr = 2, Sa = 3, So = 4, Mo = 5, Di = 6, Mi = 7)2 -> Freitag
FFTag der Woche, mit führender 0 (Do = 1, Fr = 2, Sa = 3, So = 4, Mo = 5, Di = 6, Mi = 7)02 -> Freitag
ETag der Woche, alphanummerisch, abgekürztFr
EEEETag der Woche, alphanummerischFreitag
aVormittag (AM), Nachmittag (PM)AM
HStunde (24h), ohne führende 016
HHStunde (24h), mit führender 016
KStunde (12h), ohne führende 04
KKStunde (12h), mit führender 004
mMinute, ohne führende 09
mmMinute, mit führender 009

Neue Formattierungskategorien ab Version 2.1.0.011

Zusätzlich zu den Formattierungs-Kategorien "Nummer" und "Datum" wurden drei neue Kategorien eingeführt:

  • SQL-Spalte: Zur Bricklaufzeit wird statt dem Feld die Zeichenfolge des technischen Feldnamens eingefügt. Diese entspricht bei Metadaten, die entsprechend der Datenbankstruktur erzeugt bzw. angelegt wurden, dem Spaltennamen.
  • SQL-Wert: Zur Bricklaufzeit wird statt dem Feld eine Bind-Zeichenfolge eingefügt. Dies ist in Parametern sinnvoll, die vom Server als Teil einer SQL-Zeichenfolge an die Datenbank geschickt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Feldinhalt nicht die SQL-Anweisung kompromittieren kann.
  • Variabler Feldinhalt: Das Feld enthält den Namen eines weitern Feldes als Zeichenfolge. Zur Bricklaufzeit wird der Wert des im Feld angegebenen Feldes ausgelesen und verwendet. Ähnelt stark der Verwendung des Kommandos "Feld setzen variabler Feldname".

ACHTUNG: Bricks, die diese Formattierungen verwenden, können nur auf gleichen oder neueren DLE-Versionen korrekt ausgeführt werden.

Felder hinzufügen

Über den Schaltknopf „Feld hinzufügen“ in der Feldauswahlmaske kann man eine neue Variable definieren.

Im Feldnamen ist der Name der neuen Variablen anzugeben. Hier wird der Wert aus dem „Attribut“ Suchfeld der Feldauswahlmaske übernommen, kann jedoch überschrieben werden.
Der Feldtyp legt die Art der Werte fest, die diese Variable enthalten soll.
Die folgenden Feldtypen stehen zur Auswahl:

  • Attribut: Der Wert hat den gleichen Datentyp und verhält sich gleich wie das ausgewählte Attribut.
  • Datum: Der Wert enthält ein Datum.
  • Datum/Zeit: Der Wert enthält ein Datum mit Zeitangabe.
  • Nummer: Der Wert enthält Zahlen (ganzzahlige Werte oder Dezimalwerte).
  • Zeichen: Der Wert kann beliebige alphanumerische Zeichenfolgen enthalten.

Wählt man den Datentyp „Attribut“, so hat man die Möglichkeit aus den Auswahllisten ein Attribut auszuwählen. Die Auswahl erfolgt genau so wie in der Feldauswahlmaske. Eine Variable, die mit dem Datentyp „Attribut“ angelegt wurde, verhält sich genau so wie das Attribut, das als Referenz gewählt wurde. Das heißt, es besitzt den gleichen Datentyp, die gleichen Einschränkungen und auch die gleiche Nachschlagedefinition.
Der Gültigkeitsbereich legt fest, ob die Variable nur lokal gültig innerhalb eines Bricks ist, oder global auch in den Bricks, die vom aktuellen Brick aus aufgerufen werden.

Feldbezeichnungen

Innerhalb der DLE werden Felder erkannt, indem dem Feldnamen ein Dollar Zeichen ($) vorangestellt wird. So kann man innerhalb von Texten, wie z.B. E-Mails oder Todo Texten etc. beliebig Felder einfügen. Ein optionales Ausrufezeichen (!) nach dem $ gibt an, das an dieser Stelle leere Werte erlaubt sind.

Feldnamen dürfen im internen Namen nur Buchstaben, Ziffern und den Unterstrich enthalten. Da die Feldnamen aus den Metadaten aber grundsätzlich mehrsprachig übersetzt werden, muss der dargestellte Name nicht immer dem wirklichen internen Namen entsprechen. Es ist zwar erlaubt, jedoch nicht zu empfehlen, in der Übersetzung auch Leerzeichen zu verwenden. Die Verwendung von Leerzeichen in der Übersetzung von Feldnamen führt jedoch zu unübersichtlichen Kommandos, da nicht erkennbar ist, wo der Feldname aufhört.
Da das $ Zeichen zur Erkennung von Feldnamen verwendet wird, ist eine spezielle Handhabung erforderlich, wenn man ein $ Zeichen in einem text verwenden will, ohne ein Feld zu wählen. In der Feldauswahlmaske gibt es einen $ Schaltknopf, mit dem ein $ Zeichen und kein Feld eingefügt wird.

Feldübersicht

Mit einem Rechtsklick auf einen Feldnamen öffnet sich ein Kontextmenü. Durch die Auswahl des Menüpunktes "Feld Informationen" kann man an verschiedenen Stellen eine Übersicht der Felddefinition öffnen. 

Die Feld-Id enthält den kompletten internen, nicht übersetzten Feldnamen. Der Feldname zeigt den übersetzten Attribut- oder Variablennamen. Das Datenobjekt gibt den zugehörigen übersetzten Tabellennamen an. Zudem wird das Nachschlageobjekt angezeigt, wenn eines definiert wurde. Die weiteren Informationen, die angezeigt werden sind die Formatanweisungen und der Infotext.

Editor Eigenschaften verwalten

Über die Editor Eigenschaften (zu Öffnen über das Editormenü am oberen Rand des Bearbeitungsbereichs) können für einen Benutzer bestimmte Einstellungen des Editors vorgenommen werden. Zu finden sind dort allgemeine Einstellungen, Einstellungen zum Layout des Brick-Editors und Einstellungen zu Tastenkombinationen.

Über den Reiter Layout können Änderungen an der Fensteraufteilung des Brickeditors gespeichert werden. Dazu wird der Brickeditor wie gewünscht eingerichtet (durch vergrößern/verkleinern über die grauen Balken, welche die Arbeitsbereiche voneinander trennen und durch zuklappen mittels Klick auf die dunkelgraue Fläche in der Mitte jedes Balken). 

Dann werden die Editor-Einstellungen geöffnet (Zahnrad-Symbol in der Toolbar). Durch einen Klick auf die Schaltfläche "Speichern" im Reiter "Layout" wird die aktuelle Aufteilung gespeichert.

Änderungen der Eigenschaften verwalten

Im unteren Bereich des Fensters können über einige Funktionen die Eigenschaften verwaltet werden. Wen die Auswahl "Anwenden" aktiviert wurde, werden die geänderten Eigenschaften in einer benutzerbezogenen Datei gespeichert, sobald auf "Speichern" gedrückt wurde.
(C:\Dokumente und Einstellungen\BenutzerName\editorSettings.properties).
Ist diese Schaltfläche nicht aktiv, werden die Änderungen mit "Anwenden" nur für die laufende Sitzung übernommen. Nach Beenden des Programms gehen diese verloren.
Mit "Schließen" wird das Fenster geschlossen, ohne dass Änderungen vorgenommen werden.

Mit der Schaltfläche "Standard" werden alle Änderungen rückgängig gemacht und die ursprünglichen Einstellungen wieder hergestellt.

Das Logfenster

Für Informationen zum DLE-Log siehe DLE-Log aktivieren.