Die DLE benötigt eine Java-Installation, damit sie installiert und betrieben werden kann. Da die DLE intern auch Java-Code erzeugt (aus den Bricks) ist ein so genanntes Java-Development-Kit(JDK) notwendig. Eine reine Java-Runtime-Environment (JRE) Installation ist nicht ausreichend.
Die Java-Installation kann grundsätzlich an einem beliebigen Ort am Rechner installiert werden, es hat sich aber eingebürgert, die Java-Installation für die DLE in einem Unterordner namens Java im DLE-Hauptverzeichnis zu installieren.
Um die DLE installieren zu können, wird die DLE-Installer-Zip-Datei benötigt. Diese kann bei Vision-Flow angefordert werden, oder, falls ein Zugang bereits eingerichtet ist, über das Portal developers.vision-flow.at heruntergeladen werden.
Das DLE-Home-Verzeichnis ist der Installationsort der DLE. Es muss manuell angelegt werden.
In Windows-Umgebungen wird das Verzeichnis üblicherweise DLE genannt und auf dem gewünschten Laufwerk angelegt. z.B. C:\DLE
In Linux-Umgebungen wird die dle üblicherweise unter /opt/dle installiert.
Der Inhalt der ZIP-Datei muss in das DLE-Home-Verzeichnis entpackt werden.
Die von Vision-Flow erhaltene Lizenzdatei, dle.acl, muss in das Verzeichnis licenses der DLE gelegt werden.
Nach dem Extrahieren der ZIP-Datei müssen die notwendigen Datenbanktreiber-Bibliotheken aktiviert werden. Im Verzeichnis lib_opt liegen die von Vision-Flow empfohlenen bzw. verwendeten Treiber-Jar-Dateien für unterschiedliche Datenbanktypen. Es kann unter Umständen aber sinnvoll sein, vom Datenbankhersteller eine aktuellere oder passendere JDBC-Jar-Bibliothek zu erhalten.
Um eine Bibliothek zu aktivieren muss sie aus dem lib_opt-Verzeichnis in das lib-Verzeichnis kopiert oder verschoben werden.
Mit der DLE-Installation werden Skript-Dateien mit ausgeliefert. Diese befinden sich im Ordner scripts im DLE-Home-Verzeichnis.
Diese Script-Dateien dienen zum manuellen Starten der DLE für unterschiedliche Anwendungszwecke.
Die standardmäßig ausgelieferten Dateien gehen davon aus, dass die JDK-Installation im DLE-Home-Verzeichnis, im Unterordner java erfolgt ist.
Über diese Dateien können Java-Properties an die DLE übergeben werden. Grundsätzlich sind keine besonderen Properties notwendig. Es können aber gewisse Einstellungen z.B. zur Speichernutzung oder E-Mail-Verbindungseinstellungen konfiguriert werden. Siehe dazu die relevanten Konfigurationsanleitungen.
Die zentrale Konfiguration der DLE erfolgt über die Datei DLESessionConfig.xml. Diese muss im Verzeichnis client platziert werden.
Durch das Extrahieren der ZIP Datei wurde im client-Verzeichnis bereits eine Beispieldatei namens DLESessionConfigTemplate.xml angelegt.
Diese Datei sollte in den selben Ordner kopiert werden und DLESessionConfig.xml genannt werden. Anschließend muss die Datei entsprechend der Umgebung und Datenbank angepasst werden. Eine Anleitung zur Konfiguration kann hier gefunden werden DLESessionConfig, bzw. sind viele Beispiele auch in der DLESessionConfigExample.xml Datei enthalten.
Es ist zwingend erforderlich den Service namens "defaultConnector" einzurichten. In diesem wird die Datenbank angesprochen, die von der DLE genutzt wird. Das Datenbankpasswort kann sowohl im Klartext (nicht empfohlen) in die Property namens "JDBCPassword" geschrieben werden, oder aber in die "EncodedPassword" Property, nachdem das Klartextpasswort entsprechend der Anleitung Zeichenkette verschlüsseln umgewandelt wurde.
Das Securityservice ist in der Template-Datei zu Beginn ausgeschaltet. Sobald die DLE läuft, sollte ein Benutzer angelegt werden und anschließend das SecurityService durch das Umsetzen der Property "WithoutSecurity" auf "False" aktiviert werden. Somit wird der Zugriff auf die DLE ohne Benutzerdaten unterbunden.
Eine Anmeldung an der DLE bei ausgeschaltetem SecurityService ist durch Eingabe eines beliebigen Benutzers ohne Passwort möglich.
Die Einstellungen der DLE, die ausschließlich mit dem Betrieb des Serverteils zu tun haben, werden über die Datei ServerConfig.xml im Verzeichnis server der DLE konfiguriert.
Bei der Installation wird in diesem Verzeichnis die Datei ServerConfigExample.xml zur Verfügung gestellt. Dies Datei kann als Vorlage kopiert und in ServerConfig.xml umbenannt werden.
Eine Beschreibung der Konfigurationseinstellungen ist hier zu finden: Servereigenschaften
Im Client-Verzeichnis liegt eine ehcacheExample.xml - Datei. Die kann man umbenennen zu ehcache.xml
Damit die für die DLE notwendigen Tabellen und Ansichten in der Datenbank angelegt werden, muss ein Datenbank-Installationsskript ausgeführt werden.
Folgende Datei enthält das Datenbank-Skript für eine Neuinstallation:
install/DLECreateDatabase.xml
Wie das Skript gestartet werden kann ist hier dokumentiert: DLE Script starten
Üblicherweise ist dieses Kommando anwendbar (ausgehend vom scripts-Verzeichnis der DLE) (in Windows Umgebungen müssen unter Umständen Backslashzeichen verwendet werden):
..\java\bin\java.exe -jar ..\dlestart.jar -script -db defaultConnector ..\install\DLECreateDatabase.xml
../java/bin/java -jar ../dlestart.jar -script -db defaultConnector ../install/DLECreateDatabase.xml
Alternativ kannt statt dem -db Parameter -save skript.sql angegeben werden. Dadurch wird eine SQL-Datei erzeugt, die die entsprechenden Befehle für den Datenbanktyp, der im defaultConnector-Service gepflegt ist, enthält. Diese können dann manuell gegen die Datenbank ausgeführt werden (z.B. wenn der DLE-Benutzer keine Datenbank-Änderungsrechte besitzt)
Nun muss die Update-ZIP Datei, welche ebenfalls von https://developers.vision-flow.at bzw. von Vision-Flow erhältlich ist, installiert werden.
Dazu wird die Update-Datei in das Verzeichnis install/updates gelegt. Anschließend kann man mit der Datei scripts/startupdate.bat oder scripts/startupdate.sh das Update starten. Bitte vorher sicherstellen, dass der Pfad zur java-Installation in der jeweiligen Datei korrekt ist.
Durch die Installation der Update-ZIP-Datei werden DLE-Bricks und Paketdaten installiert.