Kommandos und Datenstrukturen Realtimeprüfung

Das Sapper Paket definiert einige neue Kommandos und Datenstrukturen, die für die Compliance Prüfung von einzelnen oder gesammelten Adressen und deren Auswertung verwendet werden können.

Grundsätzliches zur Compliance Prüfung

Geprüft werden Adressen, indem ein vordefinierter Adreßdatensatz durch die DLE an den Sapper Domino Service übergeben wird. Dabei kann die Art der Prüfung, sowie der Detailgrad für jede Prüfung bestimmt werden. Nach erfolgter Prüfung kann das Ergebnis der Prüfung innerhalb der DLE ausgewertet werden und entsprechende Aktionen (Adreßsperren, E-Mails, ToDos erstellen, etc.) eingeleitet werden.
Die Adreßdaten, die übergeben werden können bestehen aus den Feldern Name, Straße, PLZ, Ort und Land. Dabei ist zu beachten, daß die einzelnen Inhalte nicht in irgendeiner Form genormt sind, da auch die Boykottlisten keine solche Normierung enthalten. Insbesondere Orte und Ländernamen können in verschiedenen Schreibweisen, Sprachen und Länderkürzel in den Listen vorliegen.
Mit dem Parameter Prüfart (Checktype) kann bei jeder Prüfung eingeschränkt werden, welche Felder zu prüfen sind:

PrüfartBeschreibung
Nur NamenPrüft nur den Namen.
Nur StraßePrüft nur die Straße.
Namen und StraßePrüft Namen und Straße.
Alle FelderPrüft alle Adreßfelder.

Mit dem Parameter Suchart (Matchtype) kann bei jeder Prüfung die Genauigkeit der Suche eingestellt werden:

SuchartBeschreibung
Stöbern im ContentSucht lose in den Boykottlisten.
Auch ÄhnlichkeitenFindet als Ergebnis auch Ähnlichkeiten.
Nur echte TrefferFindet nur echte Treffer mit hoher Ähnlichkeit.

Für eine automatische Prüfung mit anschließender Aktion sollte die Suchart auf „Nur echte Treffer“ gestellt werden, da zufällige Ähnlichkeiten zu häufig würden. Die anderen Sucharten eignen sich eher für die manuelle Überprüfung von verdächtigen Namen und Adressen.
Das Ergebnis der Prüfung ist ein numerischer Wert, der in einem eigenen Feld (Parameter der Prüfkommandos) und in der Variablen Compliance_Ergebnis (SAPPER:ComplianceResult) nach erfolgter Prüfung gesetzt wird. Die Variable kann nach der Prüfung abgefragt werden, hier existiert auch ein entsprechender Lookup, der die einzelnen Ergebniswerte auflistet. Grundsätzlich ist zum Ergebnis zu sagen, daß ein negativer Wert einen Fehler beschreibt. Der Wert 0 (Null) bedeutet das kein Treffer gefunden wurde (alles in Ordnung). Der Wert 1 (Eins) beschreibt einen Treffer „unter Rotalarm“ (verdächtig) und der Wert 2 (Zwei) beschreibt einen Treffer „über Rotalarm“ (Alarm).

ErgebniswertBeschreibung
0OK
1Treffer unter Rotalarm
2Treffer über Rotalarm
-100Fehler in der Authentifizierung
-101Kein Benutzername angegeben
-102Kein Kennwort angegeben
-104Termin für Benutzerzugang abgelaufen
-105Benutzer nicht aktiviert
-107Anzahl der vereinbarten Transaktionen überschritten
-108Kombination Benutzer/Kennwort stimmt nicht
-200Falsches Parameter im Aufruf
-201Fehlerhafter Matchtype
-202Fehlerhafter Checktype
-203Abfragekennung (Source-ID) ist leer
-300Systemfehler
-999DLE Systemfehler

Bei jeder Prüfung wird zudem die aktuelle Versionsnummer derBoykottdatenbank zurückgegeben. Bei jedem Update der Boykottlisten wird diese Nummer erhöht. Damit kann sichergestellt werden, daß der Datenbestand immer aktuell geprüft ist und zudem vermieden werden, daß unnötige Doppelprüfungen von Adressen erfolgen.
Zu jeder geprüften Adresse wird außerdem eine URL zurückgegeben, mit der ein detaillierter Report des Prüfungsergebnisses aufgerufen werden kann.